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Ethik-Kodex für Lehrer der Einsichtsmeditation - Bodhi College

Ethik-Kodex für Lehrer der Einsichtsmeditation

Als Laien in der Rolle von Dharma-Lehrenden hat die Internationale Gemeinschaft der Lehrenden der Einsichtsmeditation über die Anwendung der 5 Gebote ethischen Verhaltens (silas) auf die Rolle im Dienst des Dharmas nachgedacht und den folgenden Verpflichtungen zugestimmt.  Alle Lehrerinnen und Lehrer von Bodhi College sind verpflichtet, sich an diesen Ethik-Kodex zu halten.

  1. Wir verpflichten uns, auf das Töten zu verzichten.

Indem wir dieses Gebot befolgen, anerkennen wir die Verbundenheit aller Wesen und unseren Respekt für alles Leben. Wir einigen uns, unser Verständnis von Nicht-Töten und Nicht-Verletzen in all unseren Handlungen zu verfeinern.  Wir bemühen uns, die Auswirkungen dieses Gebots auf so schwierige Bereiche wie Abtreibung, Euthanasie und die Tötung von Haustieren zu verstehen.  Während einige von uns Vegetarismus empfehlen und andere nicht, verpflichten wir uns alle, dieses Gebot im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben zu erfüllen.

  1. Wir verpflichten uns, das Stehlen zu unterlassen.

Wir verpflichten uns, nichts zu nehmen, was uns nicht gehört, und das Eigentum anderer zu respektieren. Wir verpflichten uns, ein Bewusstsein zu schaffen für den respektvollen und ökologischen Umgang mit allen Ressourcen der Erde.  Wir verpflichten uns, im Umgang mit Geld ehrlich zu sein und Geld, das für Dharma-Projekte bestimmt ist, nicht zu veruntreuen.  Wir verpflichten uns, Belehrungen ohne Bevorzugung der finanziellen Verhältnisse der Schüler anzubieten.

  1. Wir verpflichten uns, von sexuellem Fehlverhalten abzusehen.

Wir verpflichten uns, keinen Schaden durch sexuelles Verhalten zu verursachen und sexuelle Ausbeutung sowie Ehebruch zu vermeiden. Lehrende, die ein Zölibatsgelübde abgelegt haben, werden entsprechend ihrem Gelübde leben.  Verheiratete Lehrkräfte werden ihr Gelübde einhalten und sich des Ehebruchs enthalten.  Alle Lehrkräfte verpflichten sich, ihre Rolle als Lehrkraft, ihre Autorität und Stellung nicht auszunutzen, um eine sexuelle Beziehung zu einer Schülerin oder einem Schüler einzugehen.

Da mehrere ledige Lehrkräfte in unserer Gemeinschaft Partnerschaften und Ehen mit ehemaligen Schülern eingegangen sind, anerkennen wir, dass eine solche gesunde Beziehung möglich ist, dass aber große Sorgfalt und Sensibilität erforderlich sind.

Wir sind uns einig, dass in diesem Fall die folgenden Leitlinien entscheidend sind:

  • Eine sexuelle Beziehung zwischen Lehrern und Schülern ist niemals angebracht.
  • Während Retreats mit formalem Unterricht ist jede Andeutung einer zukünftigen romantischen oder sexuellen Beziehung zwischen Lehrenden und Teilnehmenden unangebracht.
  • Wenn das Interesse aufrichtig ist und sich im Laufe der Zeit eine respektvolle Beziehung zwischen einem/r Lehrenden und einem/r Teilnehmer/in entwickelt, muss die Schüler-Lehrer-Beziehung klar und bewusst beendet sein, bevor sich eine romantische Beziehung weiterentwickelt. Eine solche Beziehung muss mit Zurückhaltung und Sensibilität angegangen werden – sie sollte auf keinen Fall unmittelbar nach einem Retreat stattfinden.  Eine Mindestzeitspanne von drei Monaten oder länger nach dem letzten formellen Unterricht zwischen ihnen und ein klares Verständnis beider Parteien, dass die Schüler-Lehrer-Beziehung beendet ist, muss mit einer bewussten Verpflichtung verbunden sein, eine Beziehung einzugehen, die keiner der beiden Parteien Schaden zufügt.
  1. Wir verpflichten uns, das Gebot zur Unterlassung falscher Rede zu befolgen.

Wir verpflichten uns, das zu sagen, was wahr und hilfreich ist, und uns des Klatsches in unserer Gemeinschaft zu enthalten.  Wir verpflichten uns, vertraulich zu behandeln, was uns ausdrücklich als vertraulich mitgeteilt wird.  Wir verpflichten uns, eine bewusste und klare Kommunikation zu pflegen und die Qualität von Freundlichkeit und Ehrlichkeit als Grundlage unserer Rede zu kultivieren. Wir unterlassen Aussagen, die andere Meditationstraditionen, Menschen, Ethnien oder Religionen abwerten.

  1. Wir verpflichten uns, uns von Rauschmitteln fernzuhalten, die Unachtsamkeit oder Bewusstseinsverlust verursachen.

Es ist uns klar, dass Drogenmissbrauch die Ursache für enormes Leiden ist.  Wir sind uns einig, dass während Retreats oder auf dem Retreat-Gelände keine Rauschmittel konsumiert werden sollen.  Wir verpflichten uns, zu keiner Zeit Rauschmittel zu missbrauchen.  Wir sind uns einig, dass, wenn Lehrende ein Drogen- oder Alkoholproblem haben, dies sofort in der Gemeinschaft angesprochen werden muss.

Die fünf Gebote des Nicht-Verletzens sind ein Mittel für unser Wohlergehen, ein Mittel für unser Glück, ein Mittel für die Befreiung aller Wesen.